Hausarztzentrierte Versorgung in Hessen

Die Betriebskrankenkassen bieten ihren Versicherten in Hessen eine besondere Versorgung beim Hausarzt an.

In der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) übernehmen die teilnehmenden Ärzte für ihre Patienten die Funktion eines Lotsen durch das Gesundheitssystem. Sie bewerten alle relevanten Befunde und entwickeln hieraus patientenindividuelle Therapievorschläge. Dem Hausarzt obliegt die Veranlassung fachärztlicher (Weiter-)Behandlungen ebenso, wie die Empfehlung notwendiger operativer Eingriffe in ambulanten Einrichtungen oder Kliniken.

Hierzu haben die Betriebskrankenkassen mit dem Hausärzteverband in Hessen und der Kassenärztlichen Vereinigung in Hessen eine Vereinbarung geschlossen.

Ziele und Inhalte dieser Vereinbarung sind:
  • Qualitativ hochwertige Versorgung
  • Feste Qualitätsanforderungen an die Ärzte
  • Besondere Koordination der Leistungen
  • Rationale und abgestimmte Verordnung von Arzneimittelprodukten und die Vermeidung von Doppelverordnungen
  • Vermeidung von Doppeluntersuchungen
  • Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte

Da die an der hausärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte in der Regel auch Anbieter der in Hessen etablierten Disease-Management-Programme (DMP) sind, fließen ihre besonderen Erfahrungen aus der strukturierten Patientenbetreuung mit in die allgemeine hausärztliche Tätigkeit und die Hausarztzentrierte Versorgung ein. Zudem verpflichten sich die Mediziner im Rahmen des HZV-Vertrages zu regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen.

Die Teilnahme an der Hausarztzentrierten Versorgung ist für Ärzte und Versicherte freiwillig. Die Versicherten profitieren vor allem davon, dass eine qualitätsgesicherte hausärztliche Versorgung jetzt und in Zukunft sichergestellt wird; darüber hinaus verbleibt dem Arzt innerhalb der Hausarztzentrierten Versorgung mehr Zeit für die optimale Behandlung seiner Patienten.