Traumpaar Sport und Gesundheit

Kornwestheim/Frankfurt am Main, 1. März 2014

Betriebskrankenkassen (BKK) prämieren studentische Arbeiten mit dem BKK Innovationspreis

(BKK LV Süd) – Am 11. März 2014 wurden im Landessportbund Hessen (Frankfurt am Main) die Siegerarbeiten des BKK Innovationspreises 2013 zum Thema „Sport und Gesundheit“ vorgestellt. Der Wettbewerb wird vom BKK Landesverband Süd ausgerichtet und ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Den ersten Preis (3.000 Euro) erhielt die Arbeit von Saskia Gräfingholt (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg). Den zweiten Platz (1.500 Euro) belegte die Arbeit von Laura Isabell Thomas (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) und den dritten Platz (500 EUR) die Arbeit von Christian Günter (Deutsche Sporthochschule Köln).

Jacqueline Kühne, Vorstand des BKK Landesverbandes Süd, versteht die Preisverleihung als Plattform für den Wissenstransfer. Sie biete die Möglichkeit, aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen mit der Praxis der Gesetzlichen Krankenversicherung zu verknüpfen und so einen Mehrwert für beide Seiten zu schaffen. Bereits seit 2001 werden mit dem BKK Innovationspreis herausragende studentische und wissenschaftliche Arbeiten zu jährlich wechselnden Themenschwerpunkten der Gesundheitsversorgung und Prävention prämiert.

Im Jahr 2013 waren Studenten und Hochschulabsolventen aufgerufen, sich mit innovativen Analysen, Konzepten und Lösungsansätzen rund um das Themenfeld „Sport und Gesundheit“ zu bewerben. Eingereicht wurden zahlreiche Ausarbeitungen von Studierenden aus ganz Deutschland, die sich aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Schirmherr der Ausschreibung war der Frankfurter Sportwissenschaftler Prof. Dr. Winfried Banzer. Weitere namhafte Wissenschaftler bildeten zusammen mit Vertretern der Betriebskrankenkassen die fünfköpfige Jury.

Bei der Vielzahl der interessanten Themen und Thesen war es – wie in jedem Jahr – schwer, die Gewinner zu identifizieren. Ausschlaggebend waren letztendlich zwei Kriterien: zum einen der enge Bezug zwischen Sport und Gesundheit innerhalb der Ausarbeitungen und zum anderen die ihnen zu Grunde liegende innovative Idee.

Dabei zeigte sich einmal mehr, dass Bewegung neben Ernährung und Entspannung eine der tragenden Säulen für die Gesunderhaltung des Menschen ist. Gleichzeitig belegt allerdings eine aktuelle Forsa-Umfrage, dass mittlerweile mehr als jeder Zweite „selten oder nie“ Sport treibt.

Insoweit kommt den Krankenkassen eine besondere Rolle zu, weil sie verpflichtet sind, ihren Versicherten Präventionsleistungen anzubieten, um deren allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern. Diese Angebote müssten die Menschen dort erreichen, wo sie leben und arbeiten, betonte Kühne.

Wichtig ist vor diesem Hintergrund auch, die gesetzlichen Rahmenbedingungen gesundheitsförderlich zu gestalten. Die Betriebskrankenkassen unterstützen deshalb ein Präventionsgesetz, das eine Stärkung der Betrieblichen Gesundheitsförderung und der Prävention in den Lebenswelten zum Ziel hat. Hierzu gehören auch die Verminderung sozialer Ungleichheit von Gesundheitschancen sowie eine stärkere Qualitätsorientierung. Dagegen sei jede Form der Quotierung von Präventionsausgaben kritisch zu sehen, so Kühne weiter, weil dies unwirtschaftliches Verhalten und Bürokratie fördere. Zudem erscheine eine Quersubventionierung von staatlichen und kommunalen Aufgaben durch Beitragsmittel der Krankenkassen fragwürdig. Insoweit müssten inhaltlich wie finanziell möglichst klare Verantwortlichkeiten für alle Akteure definiert und deren Vernetzung ermöglicht werden.

Der BKK Innovationspreis Gesundheit wird auch 2014 wieder ausgeschrieben und beschäftigt sich dann mit dem Thema „Lebensstil und Volkskrankheiten“. Die Schirmherrschaft hat Herr Prof. Dr. Reinhard Burger, Präsident des Robert-Koch-Instituts, übernommen.