Gesetzliche Krankenkassen in Hessen fördern Selbsthilfe 2014 mit 1,9 Millionen Euro

Frankfurt, 11. September 2014

Gemeinsame Presseerklärung der Krankenkassen in Hessen

Die Gesetzlichen Krankenkassen in Hessen fördern 2014 die gesundheitsbezogene Selbsthilfe im Land mit rund 1,9 Millionen Euro. Das Geld geht an Selbsthilfe­gruppen, in denen sich Betroffene oder deren Angehörige zusammengeschlossen haben, die von einer chronischen Erkrankung oder Behinderung betroffen sind. Die Selbsthilfeförderung unterstützt die tägliche Arbeit dieser Selbsthilfeorganisationen, z. B. durch Zuschüsse für Miete, Telefon, Büro- und Informationsmaterial. Über die Grundförderung hinaus können Selbsthilfeorganisationen zusätzliche Fördermittel für besondere Projekte bei einzelnen Krankenkassen und deren Verbänden beantragen.

In Hessen erhalten 2014 alleine 841 örtliche Selbsthilfegruppen eine Förderung der Gesetzlichen Krankenkassen von insgesamt 554.649,69 Euro.

Vergeben werden die Fördergelder von der „Arbeitsgemeinschaft GKV-Selbsthilfe­förderung in Hessen“, in der auch Vertreter der hessischen Selbsthilfe mitwirken. Die Höhe der Förderbeträge errechnet sich auf Basis einheitlicher Kriterien, u. a. der Mitgliederzahl, der Häufigkeit von Treffen und der Raummiete.

Neben den einzelnen Gruppen werden 2014 landesweit auch 38 Landes­organisationen der Selbsthilfe mit 389.615,00 Euro sowie 20 Selbsthilfe-Kontaktstellen mit 635.441,84 Euro von den Gesetzlichen Krankenkassen in Hessen unterstützt.

Die von den Gesetzlichen Krankenkassen in Hessen 2014 vergebenen Fördermittel in Höhe von rund 1,9 Mio. Euro verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Bereiche:

Organisationen/FörderebeneFördersumme insgesamt
841 Selbsthilfegruppen mit Sitz in Hessen554.649,69 Euro
38 Landesorganisationen der Selbsthilfe in Hessen389.615,00 Euro
20 Selbsthilfe-Kontaktstellen in Hessen635.441,84 Euro
Bundesorganisationen der Selbsthilfe306.989,70 Euro
Gesamt1.886.696,23 Euro
Hintergrund

Die Förderung der Selbsthilfe durch die Krankenkassen ist im Sozialgesetzbuch V (Par. 20c SGB V) geregelt. Ein individueller Rechtsanspruch auf pauschale und/oder projektbezogene Förderung besteht hierbei nicht.