Beschäftigte in Baden-Württemberg bundesweit am gesündesten

Kornwestheim, 25. November 2015

Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychische Leiden verursachen meiste Fehltage

(BKK LV Süd) – Im Jahr 2014 wurden die beschäftigten BKK Mitglieder in Baden-Württemberg durchschnittlich 13,1 Tage arbeitsunfähig krankgeschrieben. Dabei waren allein Muskel-Skelett-Erkrankungen ursächlich für 3,5 AU-Tage, weitere 2,0 AU-Tage entstanden aufgrund psychischer Störungen. Damit liegt Baden-Württemberg nicht nur deutlich unter dem Bundesschnitt von 15,4 AU-Tagen, sondern gleichzeitig an der Spitze aller Bundesländer. Letzteres gilt insbesondere auch für die psychischen Störungen; bei den Fehltagen auf Grund von Muskel-Skelett-Erkrankungen sind nur die Hamburger besser.

Das geht aus den aktuellen Daten des BKK Gesundheitsreports 2015 hervor, der die Arbeitsunfähigkeitsdaten des Jahres 2014 von 4,3 Millionen beschäftigten BKK Mitgliedern, davon rd. 750.000 in Baden-Württemberg, ausgewertet hat.

Große Spreizung innerhalb der Landkreise

Bezogen auf die Landkreise zeigt sich eine große Spreizung. So liegt Heidelberg mit 10,2 AU-Tagen rund ein Drittel unter dem Durchschnitt aller Bundesländer, während sich Heidenheim und der Neckar-Odenwald-Kreis mit 15,6 bzw. 15,4 AU-Tagen ziemlich genau im Bundesschnitt wiederfinden.

Die Gründe für die großen Unterschiede bei den Arbeitsunfähigkeitszeiten in den Regionen liegen zum Beispiel in der Wirtschaftsstruktur und den daraus resultierenden Arbeitsbedingungen sowie in der Alters- und Geschlechtsstruktur der Bevölkerung. Zudem wird vor allem aus anderen Ländern ein Zusammenhang mit der regionalen Arbeitslosigkeit beschrieben.

Eine Übersicht über alle Landkreise in Baden-Württemberg und einen Auszug der weiteren Feststellungen des BKK Gesundheitsreports 2015 für Baden-Württemberg finden Sie in der Anlage.

Datenschatz BKK Gesundheitsreport

Der BKK Gesundheitsreport 2015 analysiert die Daten von 9,1 Millionen Versicherten, darunter 4,3 Millionen beschäftigte BKK Mitglieder. Neben den Fehlzeiten sind im diesjährigen Report auch wieder detaillierte Analysen zum ambulanten Versorgungsgeschehen und zu den Arzneimittelverordnungen zu finden. Neu dazugekommen sind Kennzahlen zur stationären Versorgung.