Neujahrsempfang der B 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg

Stuttgart, 22. Januar 2016

Gesundheitsstandort Baden-Württemberg soll seine Spitzenstellung behalten

Über 150 Akteure aus dem baden-württembergischen Gesundheitswesen stimmen sich auf die Landtagswahl ein – Prävention auch Aufgabe jedes Einzelnen

„Dieses Bundesland hat bedeutende Heimvorteile“, konstatierte Frank Hippler beim Neujahrsempfang der B 52-Verbändekooperation – einer Arbeitsgemeinschaft des BKK Landesverbandes Süd, der IKK classic, der Knappschaft – Regionaldirektion München und des Verbandes der Ersatzkassen Baden-Württemberg – am Donnerstag im Stuttgarter Literaturhaus. Die Zahl der Pflegebedürftigen sei gering, ebenso die Krankenstände in den Betrieben und die Inanspruchnahme der Krankenhäuser. Umgekehrt sei die Lebenserwartung die höchste in ganz Deutschland. Baden-Württemberg verfüge über leistungsfähige Versorgungsstrukturen und eine „bemerkenswert entwickelte Präventionskultur“.

Die Rahmenbedingungen würden jedoch schwieriger, und so sei es eine „beständige Aufgabe, die Versorgung im Lande tragfähig und bezahlbar zu halten und weiter zu entwickeln“, so Hippler weiter. Der Politik und den anderen Akteuren im Gesundheitswesen signalisierte er, dass die B 52-Verbändekooperation gemeinsam mit ihnen weiter darauf hinwirken will, „dass der Gesundheitsstandort Baden-Württemberg seine Spitzenstellung behält.“ Ideen und Vorschläge dazu hat das Bündnis in einem Positionspapier zur Landtagswahl Baden-Württemberg zusammengestellt, das aktuell veröffentlicht wurde.

Ein zentraler Gegenstand des Papieres ist der Bereich der Prävention. Hier gebe es in Baden-Württemberg gut etablierte Strukturen, die es bei der Umsetzung des im Januar in Kraft getretenen Präventionsgesetzes zu berücksichtigen gelte, sagte Hippler.Gleichzeitig ist aber auch jeder Einzelne gefordert: „Gute Vorsätze fürs neue Jahr – die Gesundheit selbst in die Hand nehmen“, lautete denn auch der Titel des Gastvortrags von Dr. Katrin Schaller vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Allerdings mache es das Umfeld dem Einzelnen nicht unbedingt leicht, gesund zu leben. Dr. Schaller sah deshalb „die Politik in der Pflicht, die Umwelt so zu verändern, dass ein gesunder Lebensstil gefördert wird.“ Konkret nannte sie höhere Steuern und ein Werbeverbot für Tabak, Alkohol und ungesunde Lebensmittel sowie jeden Tag mindestens eine Stunde Bewegung in der Schule – sei es über Sport oder bewegte Pausen.

Um dem Einzelnen den Weg vom Vorsatz zur Ausführung zu erleichtern, ist es wichtig, „dass wir uns bei allen unseren Präventionsinitiativen immer wieder neu auf die jeweilige Zielgruppe einstellen“, betonte Jacqueline Kühne von der B 52-Verbändekooperation. Es reiche nicht, Programme anzubieten, die inhaltlich gut sind, sondern man müsse diese Programme auch mit einer zielgruppenspezifischen Ansprache und entsprechenden Anreizen versehen. Hier werden die B 52-Partner auch 2016 nicht in ihren Bemühungen nachlassen.

Hintergrund:

Zur Arbeitsgemeinschaft B 52-Verbändekooperation Baden-Württemberg gehören der BKK Landesverband Süd, die IKK classic, der Verband der Ersatzkassen Baden-Württemberg und die Knappschaft – Regionaldirektion München. Circa 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg vertrauen diesen Krankenkassen und sind bei diesen versichert.

Die vier Krankenkassenarten bilden seit vielen Jahren eine einzigartige Kooperationsgemeinschaft, die es so nur in Baden-Württemberg gibt und die es sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsame Interessen und politische Positionen abzustimmen und dadurch Effizienzsteigerungen, Synergieeffekte und noch mehr Qualität für die Versicherten und Patienten zu erreichen.

Hinweis an die Redaktion:

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartner/innen:

  • BKK Landesverband Süd
    Regionaldirektion Baden-Württemberg, Kornwestheim
    Jens Bürger, Telefon: 07154 1316-520

  • IKK classic
    Pressestelle Baden-Württemberg, Ludwigsburg
    Bettina Uhrmann, Telefon: 07141 9404-231

  • Knappschaft
    Regionaldirektion München
    Gisbert Frühauf, Telefon: 089 38175-405

  • Verband der Ersatzkassen (vdek)
    Landesvertretung Baden-Württemberg, Stuttgart
    Frank Winkler, Telefon: 0711 23954-19