Erstes Dialogforum zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie in Hessen

Frankfurt, 12. Oktober 2016

Symposium ermittelt Bedarf und liefert wertvolle Impulse

Gemeinsame Presseerklärung der Partner der Landesrahmenvereinbarung „Prävention“ in Hessen

Um die Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie in Hessen unter Berücksichtigung der im Land formulierten gesundheitsbezogenen Ziele voran zu bringen, haben sich die Beteiligten der Landesrahmenvereinbarung und ihre Partner am 12.10.2016 in Frankfurt in den Räumen der Deutschen Rentenversicherung Hessen zum bundesweit ersten „Dialogforum Prävention“ auf Landesebene zusammengefunden. Aufgabe des in Zukunft mindestens einmal im Jahr stattfinden Dialogforums ist es, über gemeinsame Gesundheitsförderungs- und Präventionsprojekte zu berichten, Ziele und Handlungsfelder weiterzuentwickeln, die Zielerreichung zu evaluieren, wichtige Impulse zu geben, Handlungsbedarfe zu identifizieren und Handlungsempfehlungen an die Beteiligten zu formulieren.

Der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner erinnerte in Wiesbaden, dass die Unterzeichnung der Landesrahmenvereinbarung (LRV) zur Umsetzung des Präventionsgesetzes in Hessen mit den Partnern am 1. April 2016 stattfand. „Es freut mich besonders, dass die Kommunalen Spitzenverbände und die Arbeitsagentur auch bereits der Landesrahmenvereinbarung beigetreten sind. Ein zentrales Element der hessischen Landesrahmenvereinbarung ist das gemeinsame „Dialogforum Prävention“. Damit wurde in Hessen eine Struktur geschaffen, die die Entwicklungen einer gemeinsamen hessischen Präventionsstrategie ermöglichen wird, so Grüttner.

Zu Beginn der Veranstaltung sprach Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration über den Gesundheitszustand der hessischen Bevölkerung. Sie beleuchtete dabei nicht nur den Ist-Stand, sondern auch die Veränderungen im Laufe der Zeit.

Generell sind sich die Beteiligten der Landesrahmenvereinbarung und ihre Partner darin einig, dass es in Hessen bereits zahlreiche bewährte Ansätze der Prävention und Gesundheitsförderung gibt, die fortgeführt und wenn möglich vernetzt werden müssen. Gleichwohl sollten auch neue Initiativen vorangebracht werden.

In weiteren Vorträgen erläuterten Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen die Rahmenbedingungen für Prävention und Gesundheitsförderung nach dem Präventionsgesetz sowie erste konkrete Umsetzungsschritte in Hessen. Dabei ging es u.a. um die Zwischenbilanz des bereits laufenden Projektes „Gesundheitsförderung Erwerbsloser“ im Landkreis Limburg-Weilburg und um erste Ideen für GKV-übergreifende, neue Präventionsprojekte.

Die Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie in Hessen ruht auf vielen Schultern. Das wird nicht zuletzt anhand der Vielzahl der Beteiligten der hierzu abgeschlossenen Landesrahmenvereinbarung deutlich, aus deren Kreis sich auch die Teilnehmer des Dialogforums zusammensetzen. Unter Federführung der vdek-Landesvertretung Hessen wurde die Landesrahmenvereinbarung von allen Verbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen gemeinsam vorangebracht und im Frühjahr 2016 abgeschlossen.

Ebenfalls die Landesrahmenvereinbarung unterzeichnet haben neben dem Land Hessen, vertreten durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, die Deutsche Rentenversicherung Hessen und Bund, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See als Träger der Rentenversicherung, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Landesverband Mitte, sowie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau als landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft.

Mit dem Beitritt der kommunalen Spitzenverbände (Hessischer Städtetag und Hessischer Landkreistag) zur Landesrahmenvereinbarung ist auch der Öffentliche Gesundheitsdienst der Landkreise und kreisfreien Städte in Hessen im Dialogforum vertreten und damit eine Vernetzung zu den bereits bestehenden Präventions- und Beratungsangeboten gegeben. Beispielsweise befürworten beide Verbände ebenfalls den Ausbau der Gesundheitsförderung für von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Menschen.

„Ich freue mich, dass bei diesem großen und wichtigen Vorhaben alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Prävention und Gesundheitsförderung sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die nur gemeinsam zu schultern sind“, so Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen für die Gesetzliche Krankenversicherung.