Gesundheitsförderung für Arbeitslose im Schwarzwald-Baar-Kreis –
Jobcenter und Krankenkassen kooperieren

Villingen-Schwenningen, 21. Juni 2018

Gemeinsame Presseinformation des Jobcenters Schwarzwald-Baar-Kreis, des BKK Landesverbandes Süd und der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Villingen-Schwenningen, 21.06.2018 – Erwerbslose sollen nun im Jobcenter Schwarzwald-Baar-Kreis für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt auch gesundheitlich gefördert werden. Das ist das Ziel des Projekts „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ von Jobcenter, AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg und BKK Landesverband Süd.

„Anhaltende Arbeitslosigkeit bedeutet für viele Betroffene den Wegfall von Tagesstrukturen und den Verlust sozialer Kontakte“, erklärt Alexander Merk, Geschäftsführer des Jobcenters Schwarzwald-Baar-Kreis. „Mit dem Projekt wollen wir erwerbslose Menschen nachhaltig mit Angeboten zur Gesundheitsförderung erreichen und damit auch ihre Chancen auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erhöhen.“

Die Jobvermittler werden in ihrer Beratung Unterstützung zur Gesundheitsförderung anbieten. Eine Gesundheitsexpertin, die im Rahmen des Projekts eingestellt wird, erarbeitet daraufhin mit den Betroffenen einen individuellen Maßnahmenplan und vermittelt beispielsweise die Teilnahme an Gesundheitskursen und -beratungen. Dabei stehen sowohl die körperliche und die seelische Gesundheit im Fokus. Zum Projektstart wird es außerdem einen Gesundheitstag geben, zu dem vom Jobcenter betreute Personen eingeladen werden.

Neben dem Jobcenter wird das Projekt von den Krankenkassen getragen. Diese beraten bereits seit langem Unternehmen in Sachen Gesundheitsförderung für Beschäftigte. Da sei es laut AOK und BKK Landesverband Süd ein naheliegender Schritt, auch Erwerbslosen Unterstützung für ihre Gesundheit anzubieten. „Durch unser Projekt werden die besonderen Bedürfnisse von Arbeitssuchenden erkannt und die Menschen erhalten eine maßgeschneiderte Gesundheitsförderung“, erklärt Harald Rettenmaier, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „So erhält jeder genau diese Unterstützung, die er in seinem speziellen Fall benötigt.“

Thomas Schönbucher, Stellvertreter des Vorstandes des BKK Landesverbandes Süd, weist darauf hin, dass Erwerbslosigkeit Gesundheitsrisiken birgt: „Die persönliche Belastung durch eine längere Zeit ohne Arbeit wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Das führt wiederum dazu, dass die Vermittlungschancen in den Arbeitsmarkt sinken. Diesen Teufelskreis wollen wir durch Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung unterbinden.“

Das Projekt ist Bestandteil des bundesweiten GKV-Bündnisses für Gesundheit. Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist bei der systematischen und nachhaltigen Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen im Zusammenhang mit der Arbeitsförderung als Modellregion Vorreiter in Baden-Württemberg.