Regelmäßige Vorsorge ist der beste Schutz gegen Darmkrebs

Kornwestheim, 20. März 2019

Regelmäßige Vorsorge ist der beste Schutz gegen Darmkrebs

Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebsart, obwohl Darmkrebs bei frühzeitiger Erkennung heilbar ist. Nutzen Sie den Darmkrebsmonat März, um sich bei Ihrem Hausarzt und Ihrer Betriebskrankenkasse über die Krankheit sowie Vorsorgemöglichkeiten zu informieren.

(BKK LV Süd) – Jedes Jahr sterben in Deutschland fast 26.000 Menschen an den Folgen von Darmkrebs, während circa 61.000 Menschen jährlich neu daran erkranken. Der Begriff Darmkrebs bezeichnet einen bösartigen Tumor im Darm. Grundsätzlich kann jeder Mensch an Darmkrebs erkranken, insbesondere auch junge Menschen mit einem familiären Risiko. Mit dem Alter nimmt die Häufigkeit von Darmkrebs jedoch zu.

Gleichzeitig gilt Darmkrebs als eine sehr gut erforschte Krebsart, die bei frühzeitiger Erkennung heilbar ist. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können die Entstehung von Darmkrebs verhindern, denn Darmkrebs entsteht fast immer aus Polypen im Darm. Experten schätzen, dass es etwa zehn Jahre dauert, bis gutartige Darmpolypen zu Krebs mutieren.

„Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen sind deshalb die wirksamste Vorsorge gegen Darmkrebs und unerlässlich,“ wirbt Jacqueline Kühne, Vorstand des BKK Landesverbandes Süd, für das Darmkrebs-Screening im Darmkrebsmonat März. Die sicherste Methode, um Darmkrebs zu erkennen, ist die Darmspiegelung – die Koloskopie. Dabei werden kleinste Schleimhautveränderungen erkannt und Polypen können direkt entfernt werden, noch bevor diese sich zu Krebs entwickeln.

Gesetzlich Versicherte ab 55 Jahren haben Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von mindestens 10 Jahren. Alter-nativ können Frauen und Männer zwischen 50 und 54 Jahren jährlich und ab 55 Jahren alle zwei Jahre einen immunologischen Test auf Blut im Stuhl (auch Okkultbluttest genannt) durchführen lassen, solange noch keine Darmspiegelung durchgeführt wurde. Die Kosten für diese Vorsorgeuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

„Nutzen Sie das Darmkrebsvorsorge-Angebot der Betriebskrankenkassen. Warten Sie nicht bis die ersten Symptome auftreten, denn dann ist Darmkrebs oft schon weit fortgeschritten,“ warnt Kühne eindringlich. Zu den typischen Symptomen von Darmkrebs zählen Leibschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten oder sichtbare Blutauflagerungen im Stuhl.

Männer haben ein höheres Risiko an Darmkrebs zu erkranken als Frauen. Ab dem 01.07.2019 haben Männer deshalb bereits ab dem 50. Lebensjahr (anstatt wie bisher ab dem 55.) Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von mindestens 10 Jahren. Daneben werden ab Juli 2019 gesetzlich Versicherte ab dem 50. Lebensjahr aktiv und regelmäßig von ihrer Krankenkasse eingeladen, an den Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen.

Information:

Der BKK Landesverband Süd nimmt die Interessen von 26 Betriebskrankenkassen und deren Pflegekassen mit Sitz in Baden-Württemberg und Hessen wahr. Hinter den Betriebskrankenkassen stehen namhafte und traditionsreiche Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. Betriebskrankenkassen bilden neben der Knappschaft die älteste Form der solidarischen Krankenversicherung in der Geschichte Deutschlands. In Baden-Württemberg und Hessen leben 2,3 Mio. Menschen, die bei einer Betriebskrankenkasse versichert sind.