„Modellprojekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ in Baden-Württemberg wird weiter ausgebaut

Stuttgart, 22. Oktober 2019

Auftaktveranstaltung für die neuen Standorte des „Modellprojekts zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ in Baden-Württemberg

Gemeinsame Pressemitteilung des GKV-Bündnisses für Gesundheit, des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg

In diesem und im nächsten Jahr werden 13 weitere Standorte für das „Modellprojekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ in Baden-Württemberg entstehen. Aus diesem Grund trafen sich die Projektpartner am 22. Oktober 2019 in Stuttgart und gaben den Startschuss für den Ausbau.

Zum Auftakt für die neuen Standorte des „Modellprojekts zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ in der kommunalen Lebenswelt in Baden-Württemberg luden die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, das GKV-Bündnis für Gesundheit und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg ihre Kooperationspartner zu einem Thementag nach Stuttgart ins Haus der Wirtschaft ein.

Die gesetzlichen Krankenkassen arbeiten seit 2016 mit der Bundesagentur für Arbeit, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städtetag zusammen, um die gesundheitliche Situation von arbeitslosen Menschen zu verbessern. Die Partner verbinden Arbeitsförderung und Gesundheitsförderung, indem sie unter anderem speziell auf die Bedarfe arbeitsloser Menschen abgestimmte Präventionsangebote entwickeln und bereitstellen.

Gemeinsames Ziel der Kooperationspartner auf Landesebene ist es, die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Erwerbslosen zu verbessern und das Bewusstsein für die physische und psychische Gesunderhaltung zu stärken. Dies kann die Chancen auf einen Wiedereinstieg in das Berufsleben erhöhen.

Bisher wird das Projekt in Baden-Württemberg an acht Standorten umgesetzt. Weitere 13 Standorte kommen in diesem und im nächsten Jahr hinzu.

Aktuell sind insgesamt 202.775 Personen in Baden-Württemberg arbeitslos gemeldet, was circa 3,2 Prozent entspricht, bezogen auf alle Erwerbspersonen in Baden-Württemberg (Stand September 2019).

In gesundheitsorientierten Beratungsgesprächen sensibilisieren Jobcenter und Arbeitsagenturen Erwerbslose für deren Gesundheit und motivieren diese, auf freiwilliger Basis spezifische Gesundheitsförderungs- und Präventionsangebote des GKV-Bündnisses für Gesundheit zu nutzen. Jobcenter, Arbeitsagenturen, Krankenkassengemeinschaft und weitere kommunale Partner wie Gesundheitsamt, (Sport-) Vereine bis hin zu Arbeitsloseninitiativen, unterstützen Arbeitssuchende dadurch mit niedrigschwelligen und nachhaltigen Angeboten.

Die Gesundheitskoordinatorinnen des Projekts
Foto: BKK Landesverband Süd
Hintergrundinformationen:

Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist die gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten.

Das Projekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt geht zurück auf ein 2014 entwickeltes und an sechs Standorten erprobtes Modellprojekt des GKV-Spitzenverbandes und der Bundesagentur für Arbeit. Aufbauend auf den gewonnenen Erfahrungen wurde der Ansatz seit 2016 in Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit weiterentwickelt.

Das Projekt wird von der Krankenkassengemeinschaft sowie den Jobcentern und Arbeitsagenturen entsprechend ihrer jeweiligen gesetzlichen Zuständigkeit finanziert. Für die Projektkoordination an den Standorten und die Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention wurden seitens der GKV in den Jahren 2016 bis 2018 bundesweit knapp fünf Millionen Euro ausgegeben. Für die weitere Umsetzung des Programms einschließlich der wissenschaftlichen Begleitforschung stellt das GKV-Bündnis für Gesundheit jährlich über acht Millionen Euro bereit.

Zu den acht bisherigen Standorten gehören: Agentur für Arbeit Freiburg, Jobcenter Freiburg, Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Jobcenter Pforzheim, Jobcenter Landkreis Calw, Jobcenter Landkreis Freudenstadt, Jobcenter Karlsruhe, Jobcenter Schwarzwald-Baar-Kreis.

Pressekontakte:

  • BKK Landesverband Süd (federführend für das GKV-Bündnis für Gesundheit)
    Sarah Heitz
    Telefon: 07154/1316-522
    E-Mail: s.heitz@bkk-sued.de

  • Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
    Stefanie Neuffer
    Telefon: 0711/123-2864
    E-Mail: stefanie.neuffer@wm.bwl.de