BKK Gesundheitsreport 2019

Kornwestheim/Frankfurt, 05. Dezember 2019

Hessische Arbeitnehmer haben mit Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg bundesweit die wenigsten krank-heitsbedingten Fehltage

(BKK LV Süd) – Der heute in Berlin vorgestellte BKK Gesundheitsreport 2019 zeigt, dass in Hessen die Arbeitnehmer mit 18,8 Krankheitstagen insgesamt etwa im Bundesdurchschnitt liegen. Die meisten Fehltage hat Sachsen-Anhalt mit 24,4 Krankheitstagen – der Bund insgesamt liegt bei 18,5 Tagen.

Hauptursache für die krankheitsbedingten Fehltage (AU-Tage) sind Muskel-Skelett-Erkrankungen. Diese haben in Hessen einen Anteil von 23,1 Prozent gefolgt von Erkrankungen des Atmungssystems mit 17,5 Prozent und Psychischen Störungen mit 15,6 Prozent. Somit sind Psychische Störungen mittlerweile die dritthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit.

Im bundesweiten Vergleich ist Hessen nach Baden-Württemberg und Bayern von psychischen Erkrankungen, die Arbeitsunfähigkeit verursachen, am wenigsten betroffen. Die Beschäftigten in Hessen fehlen aufgrund dieses Krankheitsbildes durchschnittlich an 2,9 AU-Tagen. Bundesweit sind es ebenfalls 2,9 AU-Tage.

Der Anteil Betroffener mit einer psychischen Erkrankung in Deutschland ist in der letzten Dekade nahezu unverändert ge-blieben: Etwa 30 Prozent der Gesamtbevölkerung erkrankt laut Robert Koch-Institut mindestens einmal im Leben an einer psy-chischen Störung. Der Anstieg bei den AU-Tagen sowie auch in anderen Leistungsbereichen kommt vor allem durch eine bessere Diagnostik, die häufiger als früher Betroffene, zustande.

Information für die Redaktionen:

Weitere Informationen können Sie dem beigefügten Faktenblatt sowie dem Regionaldossier Hessen entnehmen. Zudem ist die Presseinformation des BKK Dachverbandes beigefügt, der heute im Rahmen einer Pressekonferenz den BKK Gesundheitsreport 2019 vorstellt. Weitere Analysen und Kennzahlen zur Arbeitsunfähigkeit, zur ambulanten und stationären Versorgung sowie zu den Arznei-mittelverordnungen sind ebenfalls im BKK Gesundheitsreport 2019 enthalten.