Disease-Management-Programme im Zeichen der Patientensicherheit

Kornwestheim, 17. September 2020

Die Sicherheit der Versicherten steht an erster Stelle

Vor dem Hintergrund des heutigen Welttages der Patientensicherheit weisen die Betriebskrankenkassen (BKK) darauf hin, wichtige ärztliche Untersuchungen nicht zu verschieben. Besonders Menschen mit chronischen Krankheiten sollen ihre Behandlungstermine innerhalb ihres Disease-Management-Programmes (DMP) konsequent wahrnehmen.

Die Patientensicherheit hat in der medizinischen Versorgung einen besonders hohen Stellenwert. Angesichts der Corona-Pandemie müssen Patienten auch weiterhin eine strukturierte regelmäßige Behandlung entsprechend ihres medizinischen Bedarfs erhalten. „Wir nehmen den diesjährigen Welttag der Patientensicherheit zum Anlass, auf die DMP-Programme für Menschen mit chronischen Krankheiten, eine Risikogruppe für Erkrankungen mit COVID-19, aufmerksam zu machen. Gerade bei chronisch Kranken können verpasste Arzttermine folgenreiche Konsequenzen haben“, erläutert Jacqueline Kühne, Vorstand des BKK Landesverbandes Süd.

Chronisch Kranke benötigen eine kontinuierliche, engmaschige medizinische und individuell auf sie abgestimmte Betreuung.  Für die Krankheitsbilder Diabetes mellitus Typ 1, Diabetes mellitus Typ 2, Brustkrebs, koronare Herzkrankheit (KHK), Asthma bronchiale und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) gibt es Disease-Management-Programme (DMP – auch strukturierte Behandlungsprogramme genannt). Die DMP ermöglichen eine koordinierte Zusammenarbeit aller an der Behandlung beteiligten Akteure, wie Haus- und Fachärzte, Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen.

Die Betriebskrankenkassen bieten mit BKK MedPlus DMP-Behandlungsprogramme an. „Die Sicherheit und das Wohl unserer Versicherten steht für uns an erster Stelle. Ziel von BKK MedPlus ist eine qualitativ hochwertige medizinische Betreuung und eine Verbesserung der krankheitsbezogenen Lebensqualität unserer Versicherten mit chronischen Erkrankungen“, unterstreicht Kühne.

Dies gelingt, weil durch BKK MedPlus die Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation optimal miteinander vernetzt werden. Jeder chronisch Kranke kann den Verlauf seiner Erkrankung beeinflussen. BKK MedPlus fördert das Engagement des Einzelnen, sich aktiv an der Behandlung zu beteiligen. Wichtiger Bestandteil ist deshalb auch die Information der Versicherten, um diese in die Lage zu versetzen, selbstbestimmt mit ihrer Erkrankung, entsprechend den individuellen Möglichkeiten und in enger Abstimmung mit dem Arzt, umzugehen. Die Patienten besprechen mit ihrem Arzt die kompletten medizinischen Aspekte, so dass sie selbst jederzeit alle relevanten Informationen über den Behandlungserfolg haben. Somit können sie ihre medizinische Behandlung jederzeit nachvollziehen und positiv beeinflussen.

Kühne appelliert deshalb an die Versicherten: „Bitte nehmen Sie die Behandlungstermine auch während der Corona-Pandemie weiterhin konsequent wahr. Bei Menschen mit chronischen Erkrankungen sind diese nicht nur wichtig für ihre Sicherheit und Lebensqualität, sondern auch um Folgeerkrankungen zu verhindern. Generell gilt, verschobene Arzt- oder Behandlungstermine gefährden die Gesundheit.“

Um einen sicheren Arztbesuch zu gewährleisten, werden in den Praxen die Hygienevorgaben aufgrund der Corona-Pandemie konsequent umgesetzt.

Jacqueline Kühne, Vorstand BKK Landesverband Süd
Foto: Benjamin Stollenberg/BKK Landesverband Süd
Information

Detaillierte Informationen zu den Disease-Management-Programmen der Betriebskrankenkassen und zu BKK MedPlus.

Der BKK Landesverband Süd nimmt die Interessen von 24 Betriebskrankenkassen und deren Pflegekassen mit Sitz in Baden-Württemberg und Hessen wahr. Hinter den Betriebskrankenkassen stehen namhafte und traditionsreiche Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. Betriebskrankenkassen bilden mit die älteste Form der solidarischen Krankenversicherung in der Geschichte Deutschlands. In Baden-Württemberg und Hessen leben 2,3 Mio. Menschen, die bei einer Betriebskrankenkasse versichert sind.