BKK Gesundheitsreport 2019

Die öffentliche Aufmerksamkeit für psychische Erkrankungen hat vor allem in den letzten Jahren einen enormen Zuwachs erfahren. Mittlerweile kann man täglich eine Fülle von neuen Artikeln, Meldungen und Studien zu dem Thema finden. Dabei ist die Entwicklung durchaus ambivalent zu bewerten. Zum einen zeigen sich positive Auswirkungen dahingehend, dass es durch die breite öffentliche Diskussion zu einer stärkeren Sensibilisierung für das Thema kommt und damit die Stigmatisierung psychischer Störungen sukzessive abnimmt.

Damit einhergehend werden Betroffene häufiger als früher in der gesundheitlichen Versorgung als solche richtig erkannt und entsprechend ihrer Leiden korrekt behandelt. Zum anderen verleitet dieser Zuwachs in den Kennzahlen der gesundheitlichen Versorgung aber leicht zu der Annahme, dass psychische und Verhaltensstörungen mittlerweile pandemische Ausmaße angenommen haben.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern konnten allerdings zahlreiche Studien zeigen, dass der Anteil der von psychischen Störungen Betroffenen seit mehr als einen Jahrzehnt stagniert bzw. teilweise sogar leicht rückläufig ist.

Diese scheinbare Diskrepanz auch im Sinne einer zielgerichteten Versorgungsgestaltung näher zu beleuchten, stellt einen Teilaspekt des diesjährigen BKK Gesundheitsreports dar. Der Hauptfokus der Betrachtung liegt natürlich weiterhin auf der gesundheitlichen Lage der Beschäftigten insbesondere im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen.