Krankenstand in Hessen geht leicht zurück

· Frankfurt

Der Krankenstand in Hessen sank 2025 leicht auf 6,3 Prozent. Während Atemwegserkrankungen die häufigste Ursache für Fehlzeiten bleiben, nehmen die Ausfallzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen weiter zu.

Im Jahr 2025 fehlten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Hessen krankheitsbedingt durchschnittlich 23,0 Kalendertage. Der Krankenstand lag damit bei 6,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) leicht gesunken (2024: 23,4 AU-Tage je Beschäftigten). Das entspricht dem bundesweiten Trend. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung des BKK Dachverbandes hervor.

Im Vergleich der Bundesländer gehört Hessen weiterhin zu den Ländern mit einem vergleichsweisen niedrigen Krankenstand. Hinter Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg liegt Hessen auf dem vierten Platz.

Auf Kreisebene zeigen sich deutliche Unterschiede. Mit durchschnittlich 17,9 AU-Tagen je Beschäftigten verzeichnete die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main die wenigsten krankheitsbedingten Fehltage. Den höchsten Wert wies der Kreis Hersfeld-Rotenburg mit 28,4 AU-Tagen je Beschäftigten auf. Damit bestätigt sich erneut das seit Jahren bestehende Nord-Süd-Gefälle in Hessen. Neben dem Kreis Hersfeld-Rotenburg zählen auch der Werra-Meißner-Kreis, der Kreis Waldeck-Frankenberg, der Vogelsbergkreis sowie der Lahn-Dill-Kreis und Schwalm-Eder-Kreis zu den Regionen mit den höchsten Fehlzeiten.

Die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Fehlzeiten in Hessen war im Jahr 2025 Atemwegserkrankungen. Erkältungen, Grippe und grippale Infekte waren für durchschnittlich 4,8 AU-Tagen je Beschäftigten verantwortlich. Es folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 4,5 AU-Tagen sowie psychische Störungen mit 4,2 AU-Tagen. Damit entspricht die Rangfolge der häufigsten Erkrankungsarten der des Vorjahres.

Auffällig ist insbesondere die Entwicklung bei den psychischen Erkrankungen. Deren Bedeutung für das Krankheitsgeschehen nimmt seit Jahren kontinuierlich zu: Während psychische Störungen im Jahr 2016 noch durchschnittlich 2,8 AU-Tage je Beschäftigten verursachten, waren es 2025 4,2 AU-Tage je Beschäftigten.

Die durchschnittliche Dauer einer Krankschreibung ist mit 11,0 Tagen je Fall bei Beschäftigten in Hessen nahezu unverändert geblieben (2024: 10,9 Tage je Fall). 

Bundesweit sank die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht – von 22,3 AU-Tagen im Jahr 2024 auf 22,1 AU-Tage im Jahr 2025. Das entspricht erneut einem Krankenstand von 6,1 Prozent. Wie im Vorjahr verzeichnete Baden-Württemberg mit durchschnittlich 18,5 AU-Tagen die niedrigsten Fehlzeiten, während Mecklenburg-Vorpommern mit 29,0 AU-Tagen den höchsten Wert aufwies.

Information:

  • Zu den Daten: 

    Die Auswertung basiert auf den Daten der Betriebskrankenkassen (BKK), die seit mehr als 40 Jahren die krankheitsbedingten Fehlzeiten ihrer beschäftigten Mitglieder analysieren. Die Ergebnisse beziehen sich auf den Wohnort der beschäftigten BKK Mitglieder.

    Der Begriff „Beschäftigte“ bezeichnet in dieser Auswertung ausschließlich beschäftigte Mitglieder einer Betriebskrankenkasse. Sämtliche Angaben zu Arbeitsunfähigkeitstagen beziehen sich daher auf diese Personengruppe.

    Der Krankenstand gibt den prozentualen Anteil der arbeitsunfähig gemeldeten BKK Mitglieder pro Kalendertag an. Für das Jahr 2025 ergibt sich aus durchschnittlich 23,0 Krankheitstagen bei 365 Kalendertagen für Hessen ein Krankenstand von 6,3 Prozent.
     
  • Zum BKK Landesverband Süd:

    Der BKK Landesverband Süd vertritt die Interessen von 24 Betriebskrankenkassen und deren Pflegekassen mit Sitz in Baden-Württemberg und Hessen. Zu den Trägern gehören namhafte Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungssektor. Insgesamt sind rund 2,4 Millionen Menschen in Baden-Württemberg und Hessen bei einer Betriebskrankenkasse versichert.

Ansprechpartner

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